Bücher

Ruhrgebiet, 1946. Der Krieg ist zu Ende, der Kampf ums Überleben noch lange nicht. Bei der Suche nach Trümmerholz stößt die zwölfjährige Hella an einer Zeche auf einen Sterbenden. Sie drückt ihm die Augen zu und nimmt als Gegenleistung seinen Mantel an sich, um ihn auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Doch eingenäht im Futter finden sich kostbare Bezugsscheine für Butter. Martha, Hellas Mutter, und Edith, eine Frau, die man bei ihnen einquartiert hat, wollen die Gelegenheit nutzen, in einen gewinnbringenden Tauschhandel einzusteigen, doch sie ahnen nicht, worauf sie sich einlassen. Bald ist ihnen nicht nur die Polizei auf den Fersen, sondern auch gefährliche Schwarzmarkthändler lauern ihnen auf. So packend wie authentisch – eine eindringliche Schilderung des Lebens in der Nachkriegszeit 

Kritik

„[…] überzeugt als fiktionales Zeugnis von Schiebergeschäften, Denunziantentum, aber auch rigoroser Aufrichtigkeit und Zivilcourage.“ Michael Lang, Odenwälder Echo.

„Sabine Hofmanns […] Bochum-Krimi besticht durch genau recherchiertes Lokalkolorit und eine überraschende Krimihandlung, die auch die Rolle der neu formierten Polizei kritisch beleuchtet.“ Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

„Eine packende Geschichte aus der Nachkriegszeit“, Karins Leselounge

„In ‚Trümmerland‘ gibt Sabine Hofmann einen stimmigen und intensiven Einblick in das Leben der Nachkriegszeit.“ Jörg Kijanski, booknerds

Barcelona-Trilogie (gemeinsam mit Rosa Ribas)

Das Flüstern der Stadt

Barcelona, zur Zeit der Franco-Diktatur: Die junge, ehrgeizige Journalistin Ana Martí soll die Berichterstattung über den Mord an einer Arztwitwe übernehmen – für sie die Chance, endlich Karriere zu machen. Doch Ana darf nur schreiben, was ihr in die Feder diktiert wird, denn die Polizei hat strikte Anweisung, den Fall so schnell wie möglich zu den Akten zu legen. Als im Besitz der Toten Briefe eines unbekannten Liebhabers gefunden werden, für die sich niemand interessiert, bittet Ana ihre Cousine Beatriz um Hilfe. Tatsächlich entdeckt die Sprachwissenschaftlerin darin wichtige Hinweise. Schnell ist den beiden Frauen klar: Gegen alle Widerstände wollen sie die Wahrheit ans Licht bringen. Ihre einzige Waffe: die Macht des Wortes …

Kritik

„Wunderbar geschrieben und atmosphärisch extrem dicht erzählt“, Stephan Bartels in Brigitte.

„Eine unterhaltsame und bisweilen sehr spannende Reise in Spaniens jüngste Vergangenheit“, Hannoversche Allgemeine Zeitung.  

„Trickreiche Wendungen und Spannung bis zum Schluss“, myself.

Die große Kälte

Barcelona, 1956: Ausgerechnet im kältesten Winter seit Jahrzehnten wird die junge Journalistin Ana Martí in ein entlegenes Bergdorf in Aragonien geschickt, um über ein Mädchen mit Stigmata an Händen und Füßen zu berichten. Von den Dorfbewohnern wird die kleine Isabel wie eine Heilige verehrt. Ana hingegen ist skeptisch. Aber noch ehe sie dem Geheimnis der Wundmale auf die Spur kommt, wird auf dem schneebedeckten Waldboden die Leiche eines anderen Mädchens gefunden. Offenbar nicht das erste Kind, das in Las Torres unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen ist …

„Großartiger Lesestoff“, Stefan Hebel in der Frankfurter Rundschau.

„Rosa Ribas und Sabine Hofmann erzählen das sehr anschaulich. All diese Räume mit ihren dunklen Holzmöbeln werden so greifbar, weil die Mechanismen stimmen“, Susan Vahabzadeh in der Süddeutschen Zeitung.

Auf der anderen Seite der Ramblas

Schwer wie Blei lastet die Franco-Dikatur auf Spanien, aber in den Straßen der Stadt pulsiert das Leben. Seit Kurzem legen wieder ausländische Schiffe an, Matrosen der US-Marine ziehen nachts durch das Hafenviertel. Als in einer Kneipe die Leiche eines Amerikaners aufgefunden wird, wittert Ana Martí eine gute Geschichte für eine Reportage. Doch die politische Brisanz des Falls macht jede Recherche unmöglich. Ana lässt sich nicht entmutigen und kommt schließlich einem Geheimnis auf die Spur, das für sie selbst lebensgefährlich wird.

Kritik

„Das einzig Schlimme an diesem Buch: Es ist das letzte in der Trilogie der Barcelona-Krimis von Rosa Ribas und Sabine Hofmann“, Stefan Hebel in der Frankfurter Rundschau.

„Die einfühlsame Beschreibung der Charaktere entfesselt ein Kino im Kopf, das mehr bewirkt als mancher Film“, Michael Lang im Odenwälder Echo.

Foucaults Diskursanalyse, seit langem Gegenstand theoretischer Debatten, wird in dieser Studie methodologisch an konkretem Textmaterial erprobt. Die Autorin zeigt, wie in Missionarsrelationen, Chroniken und Grammatiken aus der Zeit der französischen Kolonisierung der Antillen per Diskurs die fremde Wirklichkeit – karibische Menschen, Natur und Sprache – beherrschbar gemacht wurden.

Kritik

„[…] eine aufschlussreiche Studie“, Tobias Döring in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung